Macht, Respekt… und Banaaannaaaa!

Der Film „The Minions“ spielte bereits am ersten Spielwochenende 403,5 Millionen Dollar ein. Minions wollen zwei Dinge: dem größten Scharlatan der Welt dienen und naja – halt Bananen.

Minions gibt es schon lange. Vom gelben Einzeller entwickelten sie sich zu kleinen, putzigen, pillenförmigen Wesen, die dem Bösen der Welt dienen. Sie suchen sich immer wieder neue Scharlatane, denen sie ergeben sind. Das geht so lange gut, bis T-Rex, der Steinzeit-Boss, Graf- Dracula und Napoleon allesamt der Tollpatschigkeit der kleinen gelben Wesen erliegen. Schließlich flüchten sich die Minions in eine Eishöhle, wo sie zunächst glücklich leben. Doch nach und nach ergreift sie die Eintönigkeit des immer wiederkehrenden Alltags. Sie singen, spielen und raufen nicht mehr gerne. Über die Suche nach einem Sinn der Existenz verlieren sie die Freuden des Lebens. Doch Stuart ist mutig und bricht mit seinen Weggefährten, dem rockigem Kevin und dem süßen kleinen Bob, aus dem Höhlenleben aus. Auf der Suche nach einem neuen bösen Boss für die Minions, erkunden sie die Außenwelt. Auf der Villain-Convention in Orlando treffen sie auf Scarlet Overkill. Ihre neue Bossin will nur eins: die Krone von England. Im Gegenzug zur Hilfe, bietet sie den drei Minions „Macht, Respekt und…“. „Banaaannaaaa!“ fordert der mutige Stuart frech.

Das Publikum kennt die Minions schon als Sidekicks aus den „Despicable Me“-Filmen. Die kleinen, gelben Zuschauerlieblinge haben sich gemausert und sind von den Nebendarstellern auf der Karriereleiter hochgeklettert. Sie haben sich ihren eigenen Film verdient. Der US-amerikanische Animationsfilm der Universal Studios, wird abermals von Chris Meledandri, diesmal mit Unterstützung von Janet Healey, produziert. Regie führte Pierre Coffin, der auch weltweit die drei Helden Bob, Kevin und Stuart synchronisierte.

Eine Katastrophe jagt die Nächste, böse Superhelden gibt es in Scharen und die Explosionen sind somit vorprogrammiert. Wer sich auf einen animierten Actionfilm für die ganze Familie freut, wird zufrieden sein. Hoch anzurechnen ist die Banana-Langauge. Eine Mischung aus Englisch, Französisch, Italienisch, Koreanisch, Spanisch und Russisch. Durch die allgemeine Handlung und die Gesten der kleinen Gelblinge universell verständlich und sorgt immer wieder für einen zusätzlichen Lacher im Kinosaal. Durch Anspielungen auf Platons Höhlengleichnis, Andy Warhols Kunst, Die Beatles, Jimmy Hendriks und Ähnlichem, wird auch der ältere Zuschauer, neben flachem Kinderwitz, angesprochen. Doch leider verliert sich der Handlungsstrang, nach der Hälfte des Films und das anfänglich höchste Streben nach dem Superboss des Bösen, rückt in den Hintergrund. Die Minions schaffen es zwar für Scarlet Overkill die Krone zu mopsen, geraten so jedoch in ganz andere Schwierigkeiten. Schade – bei einem so simplen Leitgedanken den roten Faden zu verlieren. „The Minions“ ist ein Film, bei dem sich die Eltern nicht all zu sehr ärgern wenn sie die gut neun Euro auch noch für ihre eigene Kinokarte rausrücken müssen. Ein, zwei Lacher halten sich auch für sie verborgen – doch mehr können sie von diesem Kinderfilm nicht erwarten.

Wer trotzdem noch nicht genug von den ewig gut gelaunten Pillenmännchen hat, darf sich wahrscheinlich auf eine Fortsetzung freuen. Vielleicht findet Stuart dann seinen angestrebten bösesten Scharlatan aller Zeiten, dem er dienen und nebenbei viele Bananen verdanken kann.

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